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Statt Hradic kommt ein Grieche

HC Cottbus unterliegt Werratal 21:27 / Posse um Rückraumspieler

Cottbus.

Vierte Niederlage im vierten Heimspiel ­ so lautet die ernüchternde Bilanz des HC Cottbus nach der 21:27 (9:12)-Schlappe gegen den Tabellenführer der Handball-Regionalliga Mitte, SG Werratal. Die Mannschaft von Trainer Fred Mellack präsentierte sich erneut in schwacher Form. Zuvor hatte Slaven Hradic wieder einmal für Unruhe gesorgt. Der Kroate, in der vergangenen Saison maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt, machte fast täglich neue Forderungen auf. Letztlich wurden sich der HCC und der Rückraumspieler nicht über die Laufzeit eines neuen Vertrages einig. HCC-Präsident Ludwig Klaus zog am Freitag einen Schlussstrich unter das Kapitel Hradic und schickte den Kroaten zurück nach Hause. "Wir lassen uns nicht erpressen " , so Klaus, der trotzdem daran festhält, in dieser Saison eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, die in der nächsten Saison um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielt. Deshalb wird bereits heute der zweifache griechische Auswahlspieler Tasias Vasilios (30) zum Probetraining erwartet. Der 1,95 m große Rückraumspieler soll auf der Position Rückraum Mitte spielen. Zum Spiel: Mit reihenweise Fehlabspielen und technischen Problemen brachte sich der HCC gegen Werratal um ein besseres Ergebnis. Die Mannschaft präsentierte sich nach der Niederlagenserie der vergangenen Woche verunsichert, ohne Selbstvertrauen. Kurz vor dem Ende drohte gar ein Debakel (18:27/57. Minute). Gegen einen zunehmend lässiger spielenden Gegner gelang etwas Ergebniskosmetik, darunter mit einem Tot von Torwart Thomas Fischer auch der Treffer des Tages (60.). "Bei uns stimmt einfach die Abstimmung nicht, das geht durch alle Mannschaftsteile " , sagte Kai-Uwe Weilmünster, der sich selbst einen "rabenschwarzen Tag " bescheinigte. Thomas Juschus HC Cottbus: Schwietzer, Fischer (1 Tor) ­ Pawelka (1), Mellack (2), Hausmann (2), Chukhrov (6), Kahl, Szymczyk (3), Müller, Weilmünster (3), Panitz (3); SR: Pohl/Seifert (Neustadt/Görlitz); Zuschauer: 250; Zeitstrafen: HCC 6 Min, SGW 12 Min.